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Globaler Ski-Import-Export-Handel boomt im Jahr 2024: Europa führt Exporte an, Asien treibt Nachfragewachstum voran

2024 12/01

Europa ist nach wie vor der weltweit größte Ski-Export-Hub, auf den im ersten Halbjahr 2024 68 % der weltweiten Ski-Lieferungen entfielen. Österreich, die Heimat renommierter Marken wie M3 und Atomic, ist der europäische Exportführer
420 Millionen Skiverkäufe im Ausland, a15
310 Millionen bzw. 280 Millionen US-Dollar, angetrieben durch die Produktion von High-End-Ski für Profisportler. „Unsere Skiexporte nach Nordamerika und Japan sind dieses Jahr am schnellsten gewachsen, da die Verbraucher erstklassige, technologisch fortschrittliche Produkte bevorzugen“, sagte Klaus Fischer, Direktor des Österreichischen Skiindustrieverbandes.​
Asien hat sich zum am schnellsten wachsenden Importmarkt entwickelt, wobei die Skiimporte in der Region im ersten Halbjahr 2024 um 22 % stiegen. Insbesondere China verzeichnete einen Nachfrageschub und importierte im Vorfeld der Olympischen Jugend-Winterspiele 2025 in Harbin Ski im Wert von 180 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von 28 % gegenüber dem Vorjahr. Südkorea und Japan verzeichneten ebenfalls ein starkes Wachstum, wobei die Importe um 19 % bzw. 16 % stiegen, was auf einen Boom bei inländischen Skigebieten und Freizeitskifahren zurückzuführen ist. „Immer mehr asiatische Verbraucher betrachten Skifahren als Lifestyle-Aktivität und schaffen so einen riesigen Markt für Ski der mittleren bis oberen Preisklasse“, bemerkte Mei Ling, eine auf Sportartikel spezialisierte ITC-Handelsanalystin.​
Nordamerika bleibt ein wichtiger Importmarkt. Im ersten Halbjahr 2024 beliefen sich die Importe auf insgesamt 530 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf die USA entfallen 75 % der regionalen Importe, wobei die Nachfrage zwischen professionellen Skiern (für Sportler und Skigebiete) und erschwinglichen Modellen für Anfänger aufgeteilt ist. Kanada verzeichnete unterdessen einen Anstieg der Skiimporte um 14 %, was auf Investitionen in die alpine Tourismusinfrastruktur zurückzuführen ist.​
Der weltweite Skihandel steht jedoch vor Herausforderungen, darunter Verzögerungen in der Lieferkette und Tarifschwankungen. Europäische Exporteure haben Versandverzögerungen von zwei bis drei Wochen aufgrund von Überlastungen in den großen Häfen in Rotterdam und Hamburg gemeldet, während eine 5-prozentige Zollerhöhung auf Skiimporte in Brasilien den Verkauf auf südamerikanischen Märkten beeinträchtigt hat. „Wir arbeiten mit Logistikpartnern zusammen, um die Versandrouten zu optimieren, aber Zölle und Hafenverzögerungen erhöhen die Kosten für unser Exportgeschäft“, sagte Sophie Laurent, Exportmanagerin bei einem französischen Skihersteller.​
Mit Blick auf die Zukunft prognostiziert die ITC, dass der weltweite Ski-Import-Export-Handel für das Gesamtjahr 2024 um 10–12 % wachsen wird, wobei Asien weiterhin die Nachfrage ankurbelt. „Da der Wintersport in nicht-traditionellen Märkten immer beliebter wird, erwarten wir einen ausgeglicheneren globalen Handelsfluss, wobei Schwellenländer sowohl bei den Importen als auch letztendlich bei der lokalen Produktion eine größere Rolle spielen werden“, fügte Ling hinzu
Da die Wintersaison 2024–2025 immer näher rückt, steigern Skihersteller und -händler ihre Produktion und ihren Vertrieb, um der Nachfrage gerecht zu werden, in der Hoffnung, vom anhaltenden globalen Boom im Alpinsport zu profitieren.​